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Ratgeber

Was ich über Paleo-Ernährung gelernt habe

 

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Nachdem euch Jasmin bereits über die Grundprinzipien der Paleo-Ernährung aufgeklärt hat, möchte ich jetzt etwas tiefer in die Materie gehen.

 

Eines der Grundprinzipien von Paleo ist es, der Lebensart unserer Vorfahren in der Steinzeit etwas näher zu kommen. Aber damit meine ich nicht im Wald Feuer zu machen und mit einem Pfeil auf die Jagd zu gehen, sondern bezogen auf deren Essenskultur.

 

Tatsache ist, dass sich unser Essverhalten in den letzten paar Jahrhunderten sehr stark verändert hat und die Evolution noch nicht die nötige Zeit hatte, sich an die modernen Lebensmittel anzupassen. Aus diesem Grund haben z.B. manche von uns Gluten-Unverträglichkeiten und manche nicht. Bei Paleo zählt außerdem nicht nur, ob ein bestimmtes Lebensmittel von unseren Vorgängern gegessen wurde oder nicht, sondern auch, wie nährstoffreich diese Lebensmittel sind und was sie in unserem Körper bewirken.

Es gibt jede Menge Lebensmittel, bei denen sich die Geister scheiden, ob sie nun gegessen werden sollten oder nicht. Das können zum einen Lebensmittel sein, die rein von der Kategorisierung her zu Paleo passen, aber dennoch „böse“ Inhaltsstoffe beinhalten. Oder es sind Lebensmittel, die eigentlich nicht Paleo sind und trotzdem gute Eigenschaften besitzen. Da behält man schwer den Durchblick.

Wichtig ist: ausprobieren und auf den eigenen Körper hören!

Er teilt uns am besten mit, ob ein bestimmtes Lebensmittel gut für uns ist oder nicht.

Hier möchte ich euch ein paar der Lebensmittel aus der sogenannten „Grauzone“ mit ihren Vor- und Nachteilen vorstellen. Jeder kann und sollte dann selber entscheiden, wie er zu diesen Lebensmitteln steht. Insbesondere sehr aktive Menschen bzw. Sportler haben manchmal Schwierigkeiten mit Paleo, weil sie etwas mehr Kohlenhydrate brauchen. In diesem Fall ist es sogar ratsam, manchmal ein Paleo-Auge zuzudrücken. ;-)

 

Reis

Es gibt zwei Gründe, weshalb Reis kein Paleo-Lebensmittel ist. Zum einen gehört er rein kategorisch zu Getreide und zum anderen ist er nicht besonders nährstoffreich. Brauner Reis hat im Vergleich zu weißem Reis mehr Nährstoffe, enthält aber Phytinsäure und Lektine, die in ihrer Struktur Gluten sehr ähneln und die Gesundheit der Darmwand beeinträchtigen.

Diese ungünstigen Substanzen befinden sich hauptsächlich in den äußeren Schichten und sind daher beim weißen Reis nur noch zu einem sehr geringen Teil vorhanden. Da aber auch dort die meisten Nährstoffe vorkommen, besteht weißer Reis hauptsächlich aus Stärke und ist somit vergleichbar mit der Kartoffel.

Auf der anderen Seite gehört Reis zu den Grundnahrungsmitteln in Asien, wo die Kultur für Gesundheit und hohes Alter steht. Weißer Reis mag vielleicht nicht viele Nährstoffe enthalten, schadet unserem Körper aber auch nicht so sehr. Die „leeren Kohlenhydrate“ wären vor allem für Sportler oder sonst sehr aktive Menschen eine gute Alternative um schnell an Energie zu kommen, wenn man auf Nudeln & Co. verzichten möchte.

 

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(Pseudo) Getreide wie Quinoa & Co.

Quinoa, Amaranth und Buchweizen sind ebenfalls Getreidesorten, die Anti-Nährstoffe wie Lektine, Phytinsäure und Protease-Inhibitoren enthalten. Bei Störungen der Proteinverdauung können sie die Darmdurchlässigkeit erhöhen.

Auf der anderen Seite sind diese Sorten frei von Gluten und enthalten neben Kohlenhydraten auch eine gute Portion Proteine - eine ziemlich gute Mischung für alle, die den Fleischkonsum etwas reduzieren möchten.

 

Hafer

Die beliebten Frühstücksflocken sind ebenfalls eine Getreidesorte. Diese kann man aber auch in der glutenfreien Variante kaufen. Als besonders wertvoll gelten hier die Ballaststoffe, die zu einer gesunden Darmflora beitragen.

 

Erdnüsse

Erdnüsse sind eigentlich gar keine Nüsse, sondern Hülsenfrüchte. Sie haben einen geringen Anteil an Omega 3 Fettsäuren und enthalten außerdem Lektine und Phytate, die die Nährstoffaufnahme hemmen und so die Darmschleimhaut schädigen können. Durch Erhitzen, z.B. Rösten, können die Lektine allerdings unschädlich gemacht werden.

 

Chia-Samen

Chia-Samen sind, wie der Name schon sagt, Samen und somit eigentlich ein Paleo Lebensmittel. Sie sind reich an Nährstoffen, eine beliebte pflanzliche Proteinquelle und aufgrund ihrer Quellfähigkeit gut für die Verdauung.


Auf der anderen Seite enthalten Chia-Samen eine relativ hohe Menge an Phytaten, die die Aufnahme von wichtigen Mineralstoffen über die Darmwand verhindern können. Ein weiterer negativer Aspekt sind die weiten Transportwege aus Mittel- und Südamerika. Dies spricht gegen die Paleo Philosophie von Nachhaltigkeit und regionalen Produkten. Eine heimische Alternative zu Chia-Samen sind Flohsamenschalen und Leinsamen.

 

 

Liebe Grüße

Natacha von thechocolatesuitcase.com

1 Kommentar
Ratgeber

Sehr interessant, danke für die Infos :)