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Wie funktioniert kompostieren? Meine Tipps!

 

Kompostieren-fuer-Anfaenger-Tipps.jpgIch erkläre euch kurz und knapp wie das Kompostieren funktioniert.

 

Geht es auch manchmal so, dass ihr immer wieder einmal darüber nachdenkt, wie ihr euer Leben umweltfreundlicher gestalten könnt? Ich habe öfter den Wunsch, meinen Beitrag zu leisten. Da gibt es ja unzählige Möglichkeiten, von der Müllreduktion bis  zum Energiesparen. Viele davon sind nicht nur gut für die Umwelt, sondern erleichtern mir sogar das Leben. So bin ich immer auf der Suche nach neuen Ideen. Und eine Idee habe ich letzten Sommer umgesetzt: Ich habe meinen eigenen kleinen Komposthaufen errichtet.

 

 

Kompostieren: So funktioniert‘s

Kompostieren ist die umweltfreundlichste Art, dem Boden Nährstoffe zuzuführen – und natürlich auch für kleine Gärten sinnvoll. Hier sind die wichtigsten Vorteile auf einen Blick:

  • Man leistet einen Beitrag zum aktiven Umweltschutz
  • Kompostieren spart künstlich hergestellten Dünger
  • Beim Kompostieren entsteht Humus, der beste und natürlichste Dünger
  • Kompostieren fördert Kleinstlebewesen und Nützlinge im Garten
  • Und natürlich reduziert es den Biomüll

 

Am besten funktioniert Kompostieren mit zwei Kompoststellen, damit eine immer in der Ruhephase sein kann. Entweder man errichtet dazu zwei Komposthaufen oder besorgt sich Kompostbehälter. Da ich einen kleinen Garten habe, habe ich mir einen Behälter mit kleinen Löchern auf der Seite besorgt. Wichtig ist dabei, dass man die Behälter an einem windgeschützten, schattigen Ort aufstellt. Direkte Sonneneinstrahlung lässt manche Materialien vertrocknen. Eine seitliche Belüftung und die richtige Beschichtung sind auch unablässig.

 

 

So wird‘s gemacht

Der Boden soll mit  lockerer Erde belegt werden, denn dadurch kann die Flüssigkeit abfließen und die verschiedenen Bodenlebewesen können ein- und auswandern. Als erste Schicht empfehlen sich circa 30 Zentimeter zerkleinerte Äste, Zweige und Heckenschnitt, worauf reifer Kompost folgt. Oft hat man den beim Starten noch nicht, daher könnt ihr euch mit einem „Kompoststarter“ behelfen. Anschließend gebt ihr fünf bis zehn Zentimeter Gartenerde darauf, das ist die sogenannte „Impfung“ und bildet die Grundlage für die kommenden Schichten.

 

Rosen-als-Kompost.jpgZeitungspapier-als-Kompost.jpgTrockene und feuchte Schichten - so soll der Komposthaufen gebaut werden.

 

Tja, und dann geht’s los – ihr wechselt nun immer zwischen feuchten und trockenen Schichten. Jede Schicht kann dabei so um die 10 Zentimeter hoch werden.

 

TROCKENE Schichten sind eben solche klein geschnitten Äste oder auch zerkleinertes Zeitungspapier, damit die Kleinstlebewesen mit genügend Sauerstoff versorgt werden.

 

FEUCHTE Schichten bestehen aus Rasenschnitt, Küchenabfällen und Laub.

 

Dann müsst ihr euren kleinen Komposthaufen nur noch in die Höhe wachsen lassen. Bis er circa 120 Zentimeter hoch ist bzw. der Behälter voll ist. Nun „schließt“ man den Komposthaufen und gibt zum Abschluss etwas Rasenschnitt rauf. Jetzt darf er selbst seine Arbeit tun.

 

Nach mehreren Wochen wird er schon ordentlich geschrumpft sein und dann grabt ihr mit einer Gartenschaufel ordentlich um. Das durchlüftet nicht nur perfekt, sondern zeigt euch auch, wenn euer Kompost zu feucht ist. Sollte dies der Fall sein, gebt einfach noch trockenes Material hinzu. Anschließend könnt ihr den Komposthaufen wieder ruhen lassen.

 

Ihr könnt nach und nach euren zweiten Kompostbehälter auffüllen, der erste jedenfalls arbeitet in aller Ruhe dahin und verwandelt eure Schichten in wertvollen Humus. Humus ist lebendige Erde, die Wasser speichert, es wieder rechtzeitig abgibt, den Boden lockert und voller nützlicher Bakterien ist. Mit ihm könnt ihr eure wertvollen Gartenpflanzen düngen! Reifer Kompost riecht übrigens wunderbar nach Walderde! Ihr seht, ich bin ein echter Kompost-Fan geworden.

 

Kaffeesatz-als-Kompost.jpgGruenschnitt-Pflanzen-Gartenabfaelle-als-kompost.jpgDoch Achtung, nicht alles darf auf den Kompost!

 

Eines möchte ich unbedingt noch erwähnen: Man darf auf keinen Fall alles auf den Kompost werfen! Knochen, Fleisch- und Speisereste, Verfaultes, kranke Pflanzen, Inhalte des Katzenklos gehören NICHT in den Kompost!

 

Klingt so ein Komposthaufen interessant? Verrückt  Seid ihr auch am Überlegen, euren eigenen Kompost zu errichten? Berichtet mir doch! Ich freu mich über zahlreiche neue Kompost-Fans!

 

(Umwelt)Freundliche Grüße

Jasmin